Skulpturenweg – von Osterfingen nach Jestetten
Ralf Göhrig
Der Regionale Naturpark Schaffhausen bürgt nicht nur für Gewerbe, Tourismus oder Natur in der Region zwischen Rhein und Randen, sondern auch für Kunst und Kultur. Und wie es sich für einen grenzüberschreitenden Naturpark gehört, wurde am Pfingstsamstag im Rahmen der Tage des offenen Ateliers der grenzüberschreitende Skulpturenweg zwischen Osterfingen und Jestetten eröffnet. Der Weg ist insgesamt 8,6 Kilometer lang, dabei sind rund 200 Höhenmeter zu überwinden. Die reine Gehzeit beträgt etwa 2,5 Stunden.
Bereits Ende Mai hatten elf vorwiegend regionale Künstler aus Baumstämmen faszinierende Skulpturen geschaffen, die inzwischen entlang des Wegs aufgestellt wurden. Es sind dies Anatol Stäheli (Mensch), Bernd Messemer (Eidechse), Bruno Härtenstein (Rehkitz), Eberhard Rieber (Fuchs), Felix Meisterhans (Uhu), Frank Gindorf (Sitzbank), Jörg Hammermeister (Bär), Konrad Grießer (Adler), Katharina Klotz (Seelenfreiheit), Oliver Kugel (Dachsfamilie) sowie Simone Carole Levy (Paradiesvogel). Der Weg beginnt in der Ortsmitte von Osterfingen und verläuft in östliche Richtung über Wasenhütte, Erlenboden und Tiefenwiese bis zum Endpunkt des Frankengrabens am nördlichen Ortsrand von Jestetten.
Trotz des wirklich tristen und nassen Wetters kamen zahlreiche Kunstinteressierte zum Jestetter Bahnhof, wo in der renovierten ehemaligen Lagerhalle Anna Geiger, Leiterin der Abteilung Bildung und Kultur beim Naturpark, die Begrüßung von Künstlern und Gästen übernommen hatte. Entgegen der ursprünglichen Planung beschloss Anna Geiger nicht nur die Begrüßung, sondern auch die darüber hinausgehenden Informationen zum Skulpturenweg und die über das Pfingstwochenende durchgeführten Tage der offenen Künstlerateliers im Trockenen zu präsentieren. Bürgermeister Dominic Böhler lobte dabei die gute Zusammenarbeit mit dem Naturpark und die großen Chancen, die dieser grenzüberschreitende Park bietet.
Erstmals hatten die Verantwortlichen des Naturparks beschlossen, die Tage des offenen Ateliers aufzuteilen. Während am Pfingstsamstag die Ateliers im Schaffhauser Klettgau geöffnet waren, konnten am Pfingstsonntag diejenigen im südlichen Teil des Parks von Jestetten bis Buchberg und am Pfingstmontag die in Schaffhausen und Thayngen besucht werden. Insgesamt mehr als 50 Künstlern konnte dabei über die Schulter gesehen werden und die Vielfalt der gestaltenden, textilen und bildenden Kunst in der Region wurde offenbar.
Nachdem die Häppchen des Apéros weitgehend vertilgt waren und der Regen zwischenzeitlich an Intensität eingebüßt hatte, machte sich ein Häuflein Aufrechter auf den Weg vom Bahnhof zum Frankengraben, wo der Skulpturenweg mit der Enthüllung der Skulptur »Seelenfreiheit« von Kati Klotz final seiner Bestimmung übergeben wurde.
Bereits am Pfingstmontag waren bei Sonnenschein und idealen Wanderbedingungen zahlreiche Menschen auf dem Skulpturenweg unterwegs und zeigten sich sehr angetan von den Kunstwerken entlang der Strecke.





