Manfred Strauß – Ehre, wem Ehre gebührt
Heike Raif
Aus persönlichen Gründen hat sich Manfred Strauß entschlossen, das Chronikteam zu verlassen. Gerne wollte er das still und leise tun. Doch wer über so viele Jahre ehrenamtlich im Chronikteam aktiv dabei war, dem gebührt nicht nur großer Respekt, sondern auch ganz viel Dank!
Da Manfred Strauß leidenschaftlicher Jäger ist, verfasste er bereits 1992 seinen ersten Bericht über das seit erst knapp 100 Jahren bei uns heimische asiatische Sika-Wild. Zu dieser Zeit gehörte er dem Chronikteam noch nicht offiziell an. Ab dem Jahr 2002 war er ein stetiges und sehr verlässliches Mitglied im Chronikteam. Insgesamt verfasste er 27 Beiträge, die Themen wurden entweder an ihn herangetragen oder sie kamen von ihm selbst. Mit Themen rund um die Jagd war Manfred Strauß hobbymäßig involviert und deshalb als Experte gefragt. So entstanden unter anderem die Beiträge »Wildschweine wieder da« (2002), »Sika-Wild-Symposium der IGS« (2003), »Füchse« (2004), »100 Jahre Sika-Wild im Klettgau« (2009), »Biber im Kronenried« (2013) und »Wald – Folgen von Käfer, Hitze, Sturm« (2019).
Manfred Strauß war 28 Jahre lang Leiter des Hegerings Jestetten, eine regionale Untergliederung der Jägerschaft, die auf lokaler Ebene innerhalb der Jagdorganisation fungiert. Der Hegering Jestetten umfasste die Jagdreviere des östlichen Landkreises ab Riedern-Bühl bis Altenburg. Gleichzeitig war er zehn Jahre lang Leiter des Sikarings Hochrhein, welcher alle Sika-Reviere des Landkreises umfasst, von Küssaberg bis Jestetten. Im Jahr 2003 durfte er zusammen mit den Schweizer Nachbarn im Klettgau das Sika-Symposium der IGS (Internationale Gesellschaft Sikawild) veranstalten, welches alle drei Jahre in einem anderen Land oder Landesteil stattfindet und sich für die Erhaltung dieses selten gewordenen Wildtieres einsetzt. Die Tagung fand auf dem Hofgut Albführen statt, dessen Besitzer, Walter Frey, selbst Jäger ist.
Manfred Strauß erinnert sich, wie er für seinen Beitrag »100 Jahre Jagdvergabe der Gemeinde Jestetten« im Jahr 2015 viele Stunden im Rathausarchiv verbracht hatte. Das habe zwar einige Zeit in Anspruch genommen, sei aber auch sehr interessant gewesen, sagt er.
Faszinierend fand er auch Biographien, wie zum Beispiel »Karl Stender – vom Tippelbruder zum Unternehmer« (2017). Dafür hatte er viel recherchiert und dabei einen Einblick in die Familiengeschichte gewonnen. Genauso spannend waren für ihn die Teilnahme von »Edgar Maier am New York City Marathon« (2006) und wie Wolfgang Altenburger »Ein Zuckerbeck in süßer Mission« wurde (2007), »Alfred Wipf – Erfinder des Jahres 2014 bei Bosch« (2016) oder »Harry Pavel, ein Olympionike aus Jestetten« (2018).
Im Jahr 2009 berichtete Manfred Strauß über die MAFAG GmbH. Da er der erste kaufmännische Lehrling gewesen war, den die MAFAG ausgebildet hatte, verfasste er den Bericht mit Freuden. Aus seiner Feder stammen auch die Berichte über die »Jestetter Bierbrauer« (2003), über den »Transport von SIG-Bahnwaggons« mit Pferdefuhrwerken (2005) und über die »Mission Marokko« (2012) von zwei jungen Jestettern, die Spendengelder für SOS-Kinderdörfer sammelten, indem jeder mit dem Rennrad geradelte Kilometer Geld brachte.
Zu guter Letzt gab es auch zahlreiche Berichte über Firmen- und Vereinsjubiläen, die von Manfred Strauß verfasst wurden.
Lieber Manfred, wir danken Dir sehr herzlich für Deine Ideen und Dein Engagement und wünschen Dir alles erdenklich Gute!




