Gemeinde aktuell
Dominic Böhler
Liebe Leserinnen und Leser,
jedes Jahr darf ich Sie zum Jahresende hin über das Geschehen in unserer Gemeinde informieren. Im zu Ende gehenden Jahr konnte wieder vieles erreicht und zahlreiche Maßnahmen konnten umgesetzt werden.
Im vergangenen Herbst wurde der östliche Landkreis mit den Gemeinden Küssaberg, Hohentengen a. H., Klettgau, Dettighofen, Lottstetten und Jestetten zur Modellregion im Rahmen der kommunalen Gesundheitskonferenz ernannt. Dies bedeutet, dass Vertreter der jeweiligen Gemeinden sich mit der Frage beschäftigten, wie man im eigenen Zuhause gut altern kann. Zunächst waren die Gemeinden im Austausch und haben die jeweils bestehenden Angebote besprochen. Dabei wurde ersichtlich, dass in jeder Gemeinde bereits viel geleistet wird, die Angebote aber in den Nachbargemeinden in der Regel schon nicht mehr bekannt sind. Daher setzte man sich dafür ein, die Angebote besser zu vernetzen. In einem weiteren Schritt wurde in zwei Workshops auch die Öffentlichkeit mit eingebunden. Dabei kamen weitere wichtige Informationen zutage, die aufzeigten, wo die Bevölkerung der Schuh drückt.
Aus dieser Initiative entstanden in Jestetten zwei neue Angebote. Zum einen engagierten die jeweiligen Kommunen Ehrenamtliche, die Menschen in der Altersgruppe der 78-Jährigen zu Hause besuchen. Ziel ist es, auf Unterstützungsmöglichkeiten hinzuweisen und Kontakte zu Hilfegebenden herzustellen, aber auch persönliche Belange in Erfahrung zu bringen. Zum anderen konnte in Jestetten in Zusammenarbeit mit Mit-einander Hochrhein Friedas Gartencafé etabliert werden. Dies ist ein Angebot für Menschen mit Demenz und deren Angehörige und findet einmal im Monat statt.
Im Rahmen der Gemeinderatssitzung vom 7. November 2024 wurden Dr. Konrad Schlude für 25-jähriges und Lothar Altenburger für 40-jähriges Wirken im Gemeinderat geehrt. Hierfür wurden beide mit der Ehrenstele des Gemeinderates ausgezeichnet, ihnen wurde für ihre Verdienste gedankt und sie wurden mit einem Präsent der Gemeinde bedacht. Es ist gut, erfahrene Gemeinderäte in seinen Reihen zu haben.
Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde der Betriebsvollzug des Gemeindewaldes für das Jahr 2023 vorgestellt. Das Forstwirtschaftsjahr 2023 konnte mit einem Defizit von 38.212 Euro abgeschlossen werden. Dies ist im Wesentlichen auf die niedrigen Holzerlöse zurückzuführen. Anschließend wurde der Bewirtschaftungsplan für das Jahr 2025 vorgestellt. Für dieses Jahr ist ein leichter Überschuss in Höhe von 1290 Euro eingeplant.
Im Rahmen der Zwischenrevision der zehnjährigen Forsteinrichtungsplanung für den Forst der Gemeinde Jestetten wurde eine gute Arbeit bestätigt. Es wurden geringe Anpassungen an der Einrichtungsplanung vorgenommen. So wurde der Hiebssatz von 23.276 auf 26.500 Festmeter erhöht und der Flächenumfang für Pflegemaßnahmen um 15 Hektar reduziert. Der Flächenumfang für Kulturen wurde dabei von 10,7 auf 21,3 Hektar erhöht.
In einem weiteren Tagesordnungspunkt war die Überarbeitung des Bebauungsplanes Bivang – Schwerze – Vorgaiß ein Thema. Hier ist eine teilweise Änderung der Bauvorschriften notwendig. In der Sitzung konnte der Entwurf vorgestellt und die Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden beschlossen werden.
Als nächstes stand der Jahresabschluss des Gemeindehaushaltes für das Jahr 2023 auf der Tagesordnung. Der Haushaltsplan sah ein Ergebnis von –1.272.055 Euro vor. Das Gesamtergebnis konnte dann mit einem Defizit von 126.320,24 Euro abgeschlossen werden.
Am 15. November 2024 wurde das in den Jahren 2024 und 2025 sanierte Gebäude der Grundschule Altenburg eingeweiht. Zum offiziellen Festakt waren die Handwerker, das Planungsbüro und die Gemeinderäte eingeladen. Für die Bevölkerung bestand im Rahmen des Schulfestes im Mai 2025 die Möglichkeit, die sanierten Räumlichkeiten zu besichtigen.
Im Jahr 2025 war die Sanierung aufgrund der hohen Auftragssumme für die Sommermonate eine Herausforderung. Ein herzliches Dankeschön gilt all denjenigen, die zum Gelingen beigetragen und die Arbeiten im laufenden Schulbetrieb klaglos ertragen haben.
Die Gemeinderatssitzung am 21. November 2024 diente im Wesentlichen dazu, den Haushaltsplan für das Jahr 2025 vorzustellen und darüber zu diskutieren. Das zu erwartende Defizit ist im Entwurf mit 1,8 Millionen Euro ausgewiesen. Die geplante Kreditaufnahme beläuft sich auf rund 2,7 Millionen Euro, was in etwa der Gesamtsumme der geplanten Investitionen entspricht. Der Haushaltsplanentwurf wurde mit nur wenigen Änderungen vom Gemeinderat gebilligt. Bereits im Vorfeld wurden vonseiten der Gemeindeverwaltung zahlreiche Unterhaltsmaßnahmen und Neubeschaffungen aus dem Haushalt 2025 gestrichen, um das Ergebnis abzumildern. In der Sitzung am 12. Dezember 2024 wurde der Haushaltsplan dann als Satzung beschlossen.
Am 2. Dezember 2024 fand eine Verwaltungsverbandssitzung statt. Der Haushaltsplan des Gemeindeverwaltungsverbandes für das Jahr 2025 wurde verabschiedet. Er umfasst ein Gesamtvolumen von 38.200 Euro. Wesentlicher Ausgabeansatz ist die Erstellung der Wärmeplanung für den Konvoi Jestetten, Lottstetten und Dettighofen.
Im Rahmen der Gemeinderatssitzung vom 12. Dezember 2024 wurde der Gemeinderat über den aktuellen Stand der Wärmeplanung und die für Jestetten vorgesehenen Maßnahmen informiert. Die gesetzliche Vorgabe ist, dass auch die Kommunen in den kommenden Jahren klimaneutral werden müssen. Dies stellt die Kommunen vor große Herausforderungen und bedeutet für die Gemeinde Jestetten die Umrüstung aller kommunalen Gebäude auf klimaneutrale Heizsysteme und den Ausbau der erneuerbaren Energien.
Die Wärmeplanung wurde gemeinsam mit den Gemeinden Lottstetten und Dettighofen erstellt. In einem ersten Schritt wurde eine Analyse gemacht und dabei der tatsächliche Zustand anhand von Bestandsdaten erhoben. In einem weiteren Schritt sind die Potentiale erfasst worden, mit denen regenerative Energien erzeugt werden können. In Jestetten ergeben sich daraus drei potentielle Gebiete zur Errichtung eines Wärmenetzes. Weiter ergibt sich ein erheblicher Beratungsbedarf für private Grundstückseigentümer, um Wissen zu vermitteln, damit die Wärmewende gelingen kann. Am 8. Mai 2025 wurde bei der Gemeinderatssitzung dem Gemeinderat der Abschlussbericht vorgestellt und zur Kenntnis genommen. Dabei wurden alle Empfehlungen des begleitenden Büros angenommen und die Mitglieder des Verwaltungsverbandes wurden gebeten, den Beschluss in der anstehenden Sitzung des Gemeindeverwaltungsverbandes am 27. Mai 2025 entsprechend der Vorstellung zu fassen.
In einem weiteren Tagesordnungspunkt beriet der Gemeinderat über die Förderung des Ehrenamts bei der Feuerwehr Jestetten. Immer wieder wird die Bitte an die Verwaltung herangetragen, den ehrenamtlich Tätigen in der Feuerwehr mehr Anerkennung zukommen zu lassen. Die Feuerwehr wie auch die Verwaltung nahmen sich des Themas an und arbeiteten eine Richtlinie aus. Darin ist festgehalten, dass der Zuschuss zu den Kameradschaftskassen der Abteilungen Jestetten und Altenburg durch die Gemeinde erhöht wird. Zudem erhalten die Mitglieder der Feuerwehr freien Eintritt in unser Schwimmbad sowie Vergünstigungen bei der Miete kommunaler Räumlichkeiten. Weiterhin wurde die bisherige Handhabung mit Kosten für Aus- und Weiterbildungen, für den Erwerb von Führerscheinen oder für Gesundheitsuntersuchungen schriftlich festgehalten.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt in derselben Sitzung war die Beratung und Beschlussfassung über den Wirtschaftsplan des Gemeindewerkes. Im Jahr 2025 sind Investitionen von rund 530.000 Euro eingeplant. Diese refinanzieren sich über Kostenersätze in Höhe von rund 130.000 Euro und einer Kreditaufnahme von rund 400.000 Euro.
Weiterhin beschloss der Gemeinderat, bis Ende 2026 vom Optionsrecht zur Umsatzbesteuerung nach § 2b Umsatzsteuergesetz Gebrauch zu machen. Bereits seit Jahren sollen gewisse kommunale Leistungen der Umsatzsteuer unterworfen werden. Derzeit gibt es noch die Möglichkeit, vom Optionsrecht Gebrauch zu machen, sprich die Umsatzbesteuerung auszusetzen. Diese Option nutzt die Gemeinde Jestetten bis zum letztmöglichen Zeitpunkt, dem 31. Dezember 2026.
Weiterer Tagesordnungspunkt war die Neufassung der polizeilichen Umweltschutzverordnung. Diese ist nach spätestens 20 Jahren neu zu fassen, da sie dann von Gesetzes wegen ihre Gültigkeit verliert. Daher musste die bestehende Satzung aktualisiert werden. Es ergaben sich keine wesentlichen Änderungen, die bestehenden Regelungen wurden anhand des aktuellen Satzungsmusters überarbeitet und die Satzung mit Wirkung zum 1. Januar 2025 neu beschlossen.
Nach der Presseberichterstattung über die forstlichen Themen aus der vorangegangenen Sitzung kam es zu einem Missverständnis in der Bevölkerung. Einige Mitbürger gingen irrtümlicherweise davon aus, dass im Bereich des Trottenbergs und des Ettenbergs großflächige Rodungsmaßnahmen stattfinden sollten. Bei einem Informationsanlass vor Ort im Januar 2025 konnte das Missverständnis ausgeräumt und die Bevölkerung über die anstehenden Forstarbeiten informiert werden.
In der ersten Gemeinderatssitzung des Jahres 2025, am 23. Januar, berichtete die Leiterin der Volkshochschule, Bettina Valentin, über ihre Arbeit im vorangegangenen Jahr und gab einen Ausblick auf das Jahr 2025. Sie machte insbesondere deutlich, dass die Verlässlichkeit der Teilnehmer stark nachgelassen habe. Immer öfter erhalte sie kurzfristige Absagen, sodass Kurse oftmals nicht wirtschaftlich abgebildet werden können. Eine weitere große Herausforderung ist das Gewinnen von Referenten. Um Kurse überhaupt noch anbieten zu können, arbeiten die Volkshochschulen eng zusammen und teilen sich für manche Angebote die Referenten.
Erfreulich ist, dass die Rezertifizierung der Volkshochschule schneller als erwartet zum Abschluss gebracht werden konnte und somit wieder dokumentiert ist, dass die VHS Jestetten-Lottstetten alle geforderten Standards einhält.
Im weiteren Verlauf der Sitzung konnte der Gemeinderat Schenkungen, Spenden und sonstige Zuwendungen in Höhe von insgesamt 11.090 Euro für die Chronik, den Circus Stella, die Jugendarbeit, die Jugendfeuerwehr, die Kindergärten und den Helferkreis für Flüchtlinge annehmen. Diese Spenden sind allesamt im zweiten Halbjahr 2024 eingegangen.
In der Sitzung wurde auch das Ärgernis Silvesterfeuerwerke angesprochen. Während zahlreiche Bürger das Abbrennen eines Feuerwerks genießen, ist es für Tierhalter und Eigentümer alter Gebäude eine Belastung und Stresssituation. Es wurde aus Reihen des Gemeinderates darum gebeten, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und eine verträgliche Lösung zu finden. Dies ist rechtlich nicht einfach, dennoch möchte ich an dieser Stelle darum bitten, rücksichtsvoll miteinander umzugehen und das Abbrennen von Feuerwerk nach Möglichkeit zu reduzieren.
Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung stellte der Expansionsleiter von Edeka die Planung zur Erweiterung des bestehenden Edeka-Marktes um rund 700 m2 Verkaufsfläche vor und beantwortete die Fragen der Gemeinderäte umfassend. Der Gemeinderat signalisierte Bereitschaft, das Bebauungsplanverfahren wohlwollend zu begleiten, sodass in die weitere Planung eingestiegen und das Verfahren gestartet werden kann.
Weiter wurde vonseiten der Gemeindeverwaltung über die geplante Schulgesetzänderung informiert, wonach der Abschluss für die Schulart »Werkrealschule« ab dem Schuljahresbeginn 2025/2026 entfallen soll. Diese Änderung bedeutet das Ende unserer Werkrealschule und stellt die Gemeinde vor die Herausforderung, für die Zukunft ein Angebot zu schaffen, damit alle Haupt- und Realschulempfohlenen vor Ort angemessen beschult werden können. Auch Kinder mit Gymnasialempfehlung, die bisher an der Realschule unterrichtet wurden, sollen in Zukunft richtig gefördert werden. Eine Entscheidung, wie sich die Schulen in Jestetten weiterentwickeln werden, um dem Anspruch gerecht werden zu können, wird für Herbst/Winter 2025 erwartet.
In der Sitzung vom 20. Februar 2025 wurde die Planung zur Sanierung des Randenwegs vom Ingenieurbüro Tillig Ingenieure GmbH vorgestellt. Auf einer Länge von rund 300 Metern soll der bestehende Asphalt ausgebaut und eine neue Trag- und Deckschicht eingebaut werden. Rand- und Rinnensteine sind zu erneuern und die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung ist in geringem Umfang instand zu setzen. Die Kosten belaufen sich gemäß Kostenschätzung gesamthaft auf rund 585.000 Euro. In der Gemeinderatsitzung vom 10. April 2025 konnte der Bauauftrag dann an die Firma Schleith GmbH aus Waldshut-Tiengen zu einer geprüften Angebotssumme von brutto 498.744,35 Euro vergeben werden. Die Ausführung der Straßensanierung erfolgte im Sommer 2025.
Einen weiteren Tagesordnungspunkt stellte die Anpassung der Schwimmbad- und Campinggebühren dar. Nach mehr als zehn Jahren war eine Preisanpassung dringend geboten.
Im Rahmen derselben Sitzung wurde auch die Satzung über die Erhebung von Vergnügungssteuern diskutiert. Diese Satzung war ebenfalls seit mehreren Jahren nicht mehr angepasst worden. Der Gemeinderat diskutierte über den unterschiedlichen Steuersatz für Geräte in Spielotheken und in Gaststätten und regte an, die Steuersätze für die Gastronomie höher als den Steuersatz für Spielotheken festzulegen. Die Entscheidung über die Neufassung der Satzung wurde bis zur juristischen Klärung des Sachverhaltes zurückgestellt. In der Gemeinderatssitzung vom 12. März 2025 hob der Gemeinderat dann den Steuersatz für die elektronisch gezählte Bruttokasse für Spielotheken und die Gastronomie von 15 auf 22 Prozent an.
Ein weiteres Thema, das den Gemeinderat in seiner Februarsitzung beschäftigte, war die Ablöse von Stellplätzen. In den vergangenen Monaten häuften sich die Anfragen und es wurde die Ablösung zahlreicher Stellplätze von der Gemeinde gefordert. Mit der Ablöse erhält die Gemeinde einen finanziellen Ausgleich für Parkplätze, die ein Bauherr nicht nachweisen kann, mit dem Ziel, öffentliche Parkplätze in der direkten Umgebung des Bauprojektes auf Kosten der Gemeinde anzulegen. Dies ist in vielen Fällen gar nicht möglich, da der Gemeinde keine Flächen zur Verfügung stehen und zum anderen waren diese mit der bisherigen Ablösesumme keineswegs mehr finanzierbar. Daher hat der Gemeinderat beschlossen, die Ablösesumme auf 10.000 Euro je Stellplatz festzulegen. Im gleichen Zug wurde die Rabattierung bei Ablöse mehrerer Stellplätze aufgehoben.
Auch in diesem Jahr unterstützte die Sparkasse Hochrhein mit einer großzügigen Spende die örtlichen Vereine und Institutionen. Die Spendensumme betrug insgesamt 12.675 Euro. Der Gemeinderat schlug folgende Vereine vor: Sportverein Jestetten e.V., Sportverein Altenburg e.V., Turnverein Jestetten e.V. und Turnverein Altenburg e.V. jeweils 1200 Euro, Tennisclub Jestetten e.V. und Kulturkreis Jestetten und Umgebung e.V. jeweils 1000 Euro, Förderverein der Schule an der Rheinschleife e.V., Förderverein der Realschule Jestetten und Schützenverein Jestetten e.V. jeweils 900 Euro, Ski- und Snowboardclub Jestetten 800 Euro, DRK Ortsverein Jestetten-Lottstetten e.V. 700 Euro, Helferkreis für Flüchtlinge 475 Euro sowie IDee e.V. Nachbarschaftshilfe Jestetten, Sportfischerverein Jestetten u.U. e.V. und Modellfluggruppe Jestetten e.V. jeweils 400 Euro.
Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung beriet der Gemeinderat über den Erwerb der Grundstücke Flst. Nrn. 4035 und 4035/1 mit einer Fläche von 1523 m2. Nach einer Nachverhandlung mit den Verkäufern wurde die Fläche letztlich im Sommer durch die Gemeinde erworben und die bestehenden Mietverträge wurden auf die Gemeinde umgeschrieben.
Im Rahmen derselben Sitzung schloss die Gemeinde eine Bauerlaubnisvereinbarung mit den SBB (Schweizerische Bundesbahnen AG) ab. Inhalt der Vereinbarung ist der Abtausch von Flächen für den Doppelspurausbau vom derzeitigen Ausbauende bis zur Gemarkungsgrenze Lottstetten und die Wiederherstellung des kombinierten Landwirtschafts-, Geh- und Radweges nach Abschluss des Doppelspurausbaus im betroffenen Bereich.
Ebenfalls befasste sich der Rat mit dem Wechsel im Feuerwehrkommando. Bereits seit der letzten Jahreshauptversammlung war klar, dass Holger Jörns als Gesamtkommandant, Sven Trapp als Abteilungskommandant der Abteilung Jestetten und Kay Unzicker als Abteilungskommandant der Abteilung Altenburg nicht mehr zur Wahl stünden. Alle drei sind verdiente Feuerwehrangehörige und seit langen Jahren im Kommando aktiv. Daher beschloss der Gemeinderat, Holger Jörns an der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr zum Ehrenkommandanten sowie Sven Trapp und Kay Unzicker zu Ehrenmitgliedern zu ernennen. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung erfolgte die Auszeichnung durch den Bürgermeister und zur Freude der drei Geehrten. Neuer Gesamtkommandant wird Markus Benz, Johannes Tröller wird Abteilungskommandant der Abteilung Jestetten und Martin Seitz stv. Abteilungskommandant, Andreas Binkert wird Abteilungskommandant der Abteilung Altenburg und Andreas Altenburger stv. Abteilungskommandant. An der darauf folgenden Sitzung wurde der Wahl vom Gemeinderat zugestimmt und die Wahl damit vollzogen.
An der Gemeinderatssitzung vom 12. März 2025 wurde der Gemeinderat über die Jugendarbeit informiert. In einem ausführlichen Bericht stellten die Schulsozialarbeiterinnen Chiara Carneiro, Annalena Lang und Daniela Lutz sowie Jugendarbeiter Michael Mothes ihre Arbeit vor. Bemerkenswert dabei ist der Umfang des Beratungsbedarfs und das breit gefächerte Feld an Problemen und Herausforderungen, mit denen sich die Heranwachsenden an den jeweiligen Ansprechpartner wenden.
In einem weiteren Tagesordnungspunkt konnte der Bebauungsplan Bivang – Schwerze – Vorgaiß nach Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen und einem langen Verfahren zum Abschluss gebracht werden.
Kontrovers diskutiert wurde die Genehmigung einer außerplanmäßigen Ausgabe in Höhe von brutto 14.244,30 Euro zum Nachlegen von Korkgranulat auf dem Kunstrasenspielfeld beim Sportplatz Jestetten. Aktuell sollte dringend nachgelegt werden, um den Platz langfristig zu erhalten und die Kunstfasern durch die Belastung nicht weiter zu strapazieren. Um den Platz möglichst lange ohne Sanierungsaufwand nutzen zu können, hat der Gemeinderat die außerplanmäßige Ausgabe genehmigt und der Nachgranulierung im Jahr 2025 zugestimmt.
Nach einem guten Jahr Bauzeit konnte am 15. März 2025 der Jugendraum am neuen Standort seine Pforten öffnen. Der ehemalige Bahnhof in Jestetten wurde zu einem großzügigen Jugendraum umgebaut, die Wohnung im Obergeschoss saniert und an eine Familie vermietet. Neben Jugendlichen waren auch Gemeinderäte, Vertreter der ausführenden Firmen und des Architekturbüros wie auch der Nachbarkommunen eingeladen, die Räume zu besichtigen und auf den Umbau anzustoßen. Zwischenzeitlich wird der Jugendraum auch von einer Gruppe junger Mütter mit ihren Kleinkindern als regelmäßiger Familientreff genutzt.
Im Rahmen der Gemeinderatssitzung vom 10. April 2025 wurde für die Verwaltung eine neue EDV-Ausstattung zu einem Preis von brutto 64.518,23 Euro beschlossen. Die Neubeschaffung umfasst sowohl einen neuen Server als auch die Arbeitsplatzrechner für alle Arbeitsplätze im Rathaus.
Seit Jahren ist die Sanierung der Gemeindehalle Altenburg ein Thema, das die Gemeinde und auch die Bevölkerung umtreibt. Die Gemeinde hat im vergangenen Herbst drei Zuschussanträge beim Regierungspräsidium Freiburg eingereicht. Es sind dies Mittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) mit 750.000 Euro und aus der Sportstättenförderung in Höhe von 108.000 Euro sowie Ausgleichstockmittel in Höhe von 500.000 Euro. Über die Gewährung der Zuschüsse lag erst Ende Juli 2025 eine finale Rückmeldung vor. Da aufgrund der Vorgaben in den Nebenbestimmungen der Zuschussprogramme noch ein Baubeginn im laufenden Jahr erfolgen muss, wurden vonseiten der Gemeinde schon vorbereitende Maßnahmen in die Wege geleitet. So wurden im Frühjahr 2025 die Aufträge für die Planung der Gewerke Heizung Sanitär und raumlufttechnische Anlagen zu einer Auftragssumme von brutto 52.198,91 Euro an die Firma Planung HLS Clemens Heide, die Fachplanerleistungen für die Statik zu einer Auftragssumme von brutto 60.305,63 Euro an die Bröder Ingenieurgesellschaft GmbH sowie die Elektroplanung zu einer Auftragssumme von brutto 38.675 Euro an die Firma Elektro Buck aus Albbruck vergeben. Weiter wurde der Bauantrag für die Sanierung und Erweiterung der Gemeindehalle eingereicht. Parallel dazu fanden die ersten Abstimmungsgespräche mit den Vereinen darüber statt, wie der Vereinsbetrieb ohne eine Nutzung der Halle in Altenburg während der Sanierungszeit aufrechterhalten werden kann. Hier zeigten sich die Vereine äußerst kooperativ, sodass keine externen Räumlichkeiten angemietet werden müssen.
Im Februar 2025 trat die IHK Konstanz an die Gemeinde heran und informierte sie darüber, dass Gemeinden über 5000 Einwohner einen sogenannten Innenstadtcheck machen können. Dabei wurde zunächst eine Kundenbefragung auf dem Wochenmarkt und anschließend eine digitale Bevölkerungsumfrage durchgeführt. In einem weiteren Schritt wurde den Betrieben entlang der Ortsdurchfahrt die Möglichkeit einer individuellen Beratung geboten, um die Aufmerksamkeit potentieller Kunden zu erhöhen. Außerdem wurde ein Workshop für die interessierte Bevölkerung angeboten, um weitere Anregungen zur Stärkung der innerörtlichen Gewerbe- und Handelsbetriebe aufzunehmen. Ziel ist auch, die innerörtlichen Bereiche für den Handel attraktiv zu halten und diese zu stärken. Im September wurden die Ergebnisse mit der Gemeinde besprochen. Es wurde festgestellt, dass insbesondere der Markt und die zahlreichen kostenfreien Parkmöglichkeiten und das gute Einzelhandelsangebot gelobt und geschätzt werden. Kritisiert wurde die Verkehrssituation, die Fülle an Menschen in den Geschäften, der Rückgang von inhabergeführten Handwerksbetrieben und die Aufenthaltsqualität in Jestetten. Am 22. Oktober 2025 fand ein weiterer Workshop statt, bei dem sich zahlreiche Einwohner, aber auch Gewerbetreibende und Gemeinderäte mit den Ergebnissen auseinandersetzten und Ideen zur Verbesserung der Situation ausarbeiteten. Es wurde beispielsweise angeregt, die Geschäfte im Ort besser und übersichtlicher zu bewerben, Eingangsbereiche ansprechender zu gestalten und Gäste willkommen zu heißen. Angesprochen wurde auch eine attraktivere Gestaltung des Rathausplatzes, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern und dort auch kleinere Veranstaltungen abhalten zu können. Die Ergebnisse und Vorschläge werden in der Novembersitzung dem Gemeinderat vorgestellt und dort diskutiert.
Am 16. April 2025 bereiste Regierungspräsident Carsten Gabbert gemeinsam mit Landrat Dr. Martin Kistler den östlichen Landkreis. Er kam zum Austausch in die Gemeinden Hohentengen a.H., Dettighofen, Jestetten und Lottstetten. Die Gemeinde Jestetten sprach die Themen Doppelspurausbau, Deponie »Bleiki« in Rafz, Bau des Radweges im Wangental und Bau der Umgehungsstraße an. Der informative und kritische Austausch war sehr wichtig und eine willkommene Gelegenheit, direkt mit dem höchsten Vertreter unseres Regierungsbezirkes über die anstehenden Themen zu sprechen.
Am 8. Mai 2025 wurde dem Gemeinderat der Entwurf der Erschließungsplanung für das Gewerbegebiet Schaffhauser Breite vorgestellt. Der Gemeinderat stimmte der Erschließungsplanung grundsätzlich zu und befürwortete die Erschließung von 18 Gewerbebauplätzen. Gegenüber der Feuerwehr soll dabei eine neue zusätzliche Straße parallel zur neuen Anbindung an die bestehenden Gewerbeflächen gebaut werden. Als Abgrenzung zur Wohnbebauung am östlichen Ortstrand soll ein Erdwall Lärmschutz bieten.
In der darauf folgenden Gemeinderatssitzung vom 3. Juni 2025 wurden dann die Stellungnahmen und Anregungen diskutiert und abgewogen, die im Rahmen der ersten Offenlegung und Anhörung der Träger öffentlicher Belange eingegangenen waren. Auch wurde die Durchführung der zweiten Offenlegung und Anhörung beschlossen, um das Bebauungsplanverfahren weiter voranzutreiben.
Am 31. Juli 2025 beschloss der Gemeinderat endgültig die Erschließungsplanung und sprach sich für die Ausschreibung der Erschließungsarbeiten aus. In einer weiteren Gemeinderatssitzung am 18. September 2025 wurden dann die im Rahmen der zweiten Offenlegung und Anhörung vorgebrachten Einwendungen abgewogen und der Bebauungsplan als Satzung beschlossen. Im Rahmen derselben Sitzung beschloss der Gemeinderat, die Kaufoption zum Erwerb der Grundstücke anzunehmen. Weiter wurden die Erschließungsarbeiten zu einer geprüften Angebotssumme von 2.286.647,71 Euro an die Firma Schleith GmbH aus Steißlingen vergeben. Mit den Erschließungsarbeiten kann ab Mitte Oktober 2025 begonnen werden. Die Fertigstellung der Arbeiten ist für Mai 2027 geplant. Herausfordernd wird im Rahmen der Erschließung die Sicherstellung der Zufahrt zum bestehenden Gewerbegebiet und vor allem die der Rettungswege für die Feuerwehr. Mit der Erschließung des Gewerbegebiets ist für die Gemeinde Jestetten ein weiterer Meilenstein erreicht. Das bisherige Verfahren mit Grunderwerb, Änderung des Flächennutzungsplanes und mit der Erstellung des Bebauungsplanes hat gut drei Jahre in Anspruch genommen, was in diesem Bereich als sehr kurz bezeichnet werden kann.
In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde der Jahresabschluss für das Jahr 2023 des Gemeindewerkes Jestetten zur Kenntnis genommen. Dieser verzeichnet ein Defizit von 104.064,53 Euro, was auf einen Einmaleffekt zurückzuführen ist. Im Jahr 2023 wurde eine Drohverlustrückstellung bei der EVKR gegründet. Deshalb wurde mehr Körperschaftssteuer fällig, was sich nach Auflösung der Drohverlustrückstellung wieder ändern wird. Der Verlust aus dem Jahr 2023 wird auf neue Rechnung fortgeschrieben und sollte sich in den Folgejahren wieder ausgleichen.
Unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes wurde der Gemeinderat darüber informiert, dass in der ehemaligen Ziegelei in Rafz eine Abfalldeponie mit Abfällen der Klassen A-E unmittelbar an der deutschen Grenze zu den Gemeinden Jestetten und Lottstetten entstehen soll. Es sollen rund 20 Millionen Kubikmeter Abfälle aller Abfallklassen mit Ausnahme von radioaktiven Abfällen abgelagert werden. Die beiden deutschen Gemeinden sind bisher nicht in das Verfahren involviert. Im Juni ging die Thematik in Rafz vor das Stimmvolk. Es hat sich gezeigt, dass sich die Bevölkerung von Rafz mehrheitlich gegen die Deponie ausspricht.
Im nicht öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung vom 8. Mai 2025 wurde dem Dorfladen Altenburg eG ein öffentlicher Zuschuss zur Beschaffung einer neuen Kühlanlage in Höhe von 15.000 Euro zugestanden.
Am 15. Mai 2025 fand erstmals in der Geschichte der Gemeinde Jestetten eine Bürgerversammlung statt, die mehr als ein besonderes Thema zum Inhalt hatte. Gut 90 interessierte Bürger kamen in die Halle Altenburg, um sich kurz und kompakt über Themen, die unsere Gemeinde bewegen, zu informieren. Der Abend umfasste die wesentlichen Informationen zur Personalsituation der Gemeinde, zur finanziellen Lage und zu den anstehenden Bauprojekten und deren Sachstand.
Am 27. Mai 2025 fand erneut eine Verwaltungsverbandssitzung statt. Bürgermeister Dominic Böhler als Vorsitzender des GVV und Bürgermeister Andreas Morasch als sein Stellvertreter wurden von der Verbandsversammlung in ihren Ämtern bestätigt.
In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde die Wärmeplanung für den Konvoi Jestetten, Lottstetten und Dettighofen gemäß den Vorstellungen in den einzelnen Gemeinden beschlossen und die Maßnahmen wurden definiert. Zu guter Letzt wurde der Jahresabschluss 2024 mit einem Überschuss in der Ergebnisrechnung von 161,57 Euro verabschiedet. Dieser wird an die Mitgliedergemeinden ausgeschüttet.
Unter Verschiedenes wurde an der Gemeinderatssitzung vom 3. Juni 2025 vonseiten der Gemeindeverwaltung darüber informiert, dass die SBB die Unterlagen zur Genehmigung des Doppelspurausbaus eingereicht hat und dass im Zeitraum vom 4. Juni 2025 bis zum 18. August 2025 die Möglichkeit zur Stellungnahme für jedermann gegeben ist.
Am 7. Juni 2025 konnte der grenzüberschreitende Skulpturenweg zwischen Osterfingen und Jestetten in Jestetten eröffnet werden. Zuvor waren die Holzskulpturen von überwiegend regionalen Künstlern im Rahmen der Kettensägen Kunsttage in Wilchingen hergestellt worden.
In der Gemeinderatssitzung vom 3. Juli 2025 wurde den Gemeinderäten die Änderung des Bebauungsplanes Waldshuter Straße/Sägeweg zur Erweiterung des bestehenden Edeka Marktes vorgestellt. Edeka war auf die Gemeinde zugekommen und hatte darum gebeten, den Bebauungsplan dahingehend zu ändern, dass eine Erweiterung der Verkaufsfläche um maximal 700 m2 zulässig sei. Der Gemeinderat billigte den Entwurf der Bebauungsplanänderung, fasste den Aufstellungsbeschluss und beschloss die Anhörung der Träger öffentlicher Belange und die Beteiligung der Öffentlichkeit.
Im nächsten Tagesordnungspunkt wurde der Jahresabschluss des Gemeindehaushaltes für das Jahr 2024 zur Kenntnis genommen. Die Gemeinde schloss das Jahr 2024 mit einem Jahresergebnis von 65.826,56 Euro ab. In der Planung war noch von einem Defizit von Höhe von 1.291.980 Euro ausgegangen worden. Das deutlich bessere Ergebnis ist dabei auf positive Effekte bei der Veräußerung von Gegenständen zurückzuführen und auf die Tatsache, dass im Jahr 2024 nicht alle Maßnahmen vollumfänglich umgesetzt werden konnten.
Im Rahmen der Gemeinderatssitzung am 31. Juli 2025 wurde vonseiten des Landratsamtes Waldshut der Untersuchungs- und Sanierungsstand der ehemaligen Mülldeponie Hanabühl vorgestellt. Auf einer Fläche von etwa 0,7 ha wurden rund 20.000 m3 Müll abgelagert, dabei handelt es sich um Haus-, Sperr- und geringe Mengen Industriemüll, Metall-, Klär- und Fäkalschlämme und Schrott. Seit der Stilllegung im Jahr 1971 wird die Deponie in regelmäßigen Abständen beprobt, um eine Gefährdung des Grundwassers auszuschließen. Nun soll das Beweisniveau 3 erreicht werden und hierzu sollen ergänzende Untersuchungen erfolgen. In diesem Zusammenhang sind zwei Grundwassermessstellen wiederherzustellen bzw. zu suchen und zu reaktivieren. Die Kosten für die weiteren Untersuchungen in den Jahren 2025 und 2026 belaufen sich auf rund 36.000 Euro und werden mit 50 Prozent bezuschusst. Der Gemeinderat sprach sich für die Umsetzung dieser Untersuchungen aus. Sobald diese abgeschlossen sind, kann das weitere Vorgehen im Umgang mit der ehemaligen Deponie diskutiert werden.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Ausgleich von Gebührenüberdeckungen und Gebührenunterdeckungen im Bereich Abwasser aus den Jahren 2021-2024. Die Abwassergebühren dürfen nach dem Kommunalabgabengesetz maximal kostendeckend kalkuliert werden. Überdeckungen müssen, Unterdeckungen können in einem Fünfjahreszeitraum ausgeglichen werden. Der Gemeinderat beschloss, Gebührenüberdeckungen mit -unterdeckungen zu verrechnen und Rückstellungen zur Verrechnung mit der Unterdeckung aus dem Jahr 2026 zu bilden. So kann die Abwassergebühr für Schmutz- und Niederschlagswasser für 2026 konstant gehalten werden.
Im weiteren Verlauf der Sitzung konnte der Gemeinderat Schenkungen, Spenden und sonstige Zuwendungen in Höhe von insgesamt 3525 Euro für die Chronik, den Circus Stella, die Jugendarbeit, die Kindergärten und Schulen, die Dorfputzete und den Helferkreis für Flüchtlinge annehmen. Diese Spenden sind allesamt im ersten Halbjahr 2025 eingegangen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön allen Spendern und Gönnern für ihre großzügige Unterstützung.
Im Rahmen der Gemeinderatssitzung vom 18. September 2025 wurde die Berechnung des Kanalnetzes für den Ortsteil Jestetten in Auftrag gegeben. Aktuell ist davon auszugehen, dass das Kanalnetz in gewissen Teilbereichen an seine Kapazitätsgrenze stößt. Es sollen die hydraulischen Gegebenheiten an die aktuell gültigen Berechnungsmethoden angepasst und mögliche Schwachstellen lokalisiert werden. Die Arbeiten werden durch das Büro Tillig Ingenieure GmbH zu einer Angebotssumme von brutto 59.981,95 Euro ausgeführt.
In derselben Sitzung wurden die letzten beiden kommunalen Baugrundstücke im Ortsteil Altenburg an Bauwillige veräußert.
Aus Reihen des Gemeinderats wurde die Einführung einer Zweitwohnungssteuer für Jestetten forciert. Diese Thematik wurde an einer Klausurtagung vorgestellt und ausgiebig diskutiert. Aktuell wird von Steuereinnahmen im niedrigen fünfstelligen Bereich ausgegangen, da es von Gesetzes wegen viele Befreiungstatbestände zu berücksichtigen gilt. Der Satzungsbeschluss erfolgte einstimmig mit einer Besteuerungsgrundlage von 15 Prozent der Nettokaltmiete.
Auch wurde nach zwölf Jahren die Hundesteuer angehoben. Dabei blieb die Verwaltung mit der Preisanpassung hinter der Inflation zurück. Die Steuer steigt für den Ersthund von derzeit 96 auf 115 Euro im Jahr.
Für den 2. Oktober 2025 wurde eine außerordentliche Gemeinderatssitzung anberaumt. Hintergrund war der Wunsch der Vintage Towers AG, auf der Schule an der Rheinschleife einen weiteren Mobilfunkmasten zu errichten. Damit soll das mobile vodafone-Netz auf 5 G erweitert und zeitgemäß ausgebaut werden. Der Gemeinderat gab nach einer kurzen Diskussion grünes Licht und sprach sich einstimmig für den Abschluss eines entsprechenden Mietvertrages aus.
Weiter wurde die Feuerwehrkostenersatzsatzung mit Wirkung zum 1. Januar 2026 neu gefasst. Darin sind die Kostensätze für Personal und Fahrzeuge der Feuerwehr für Einsätze geregelt. Hintergrund dafür ist die Änderung der gesetzlichen Abrechnungssätze und die Tatsache, dass alle paar Jahre auch die Personalkosten zu kalkulieren sind.
Weiter wurde einem Antrag auf einen zusätzlichen verkaufsoffenen Sonntag am 26. Oktober 2025 unter den Maßgaben stattgegeben, dass eine Hausmesse durchgeführt wird, sich mindestens fünf Jestetter Gewerbebetriebe daran beteiligen und die Öffnungszeiten von 12 bis 17 Uhr eingehalten werden.
In derselben Sitzung wurde der Beschluss zur Neuverpachtung der Cafeteria Wohnpark Winkel gefasst. Zum 1. November 2025 wird Stefanie Gdanitz aus Jestetten neue Pächterin. Wir freuen uns, dass das Restaurant wieder öffnen wird, und wünschen Frau Gdanitz viel Erfolg.
Nach gut einjähriger interner Planung und Beratung wurde am 9. Oktober 2025 dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit das neue Erscheinungsbild der Gemeinde (Corporate Identity) präsentiert. Mit dem neuen Logo wird die Gemeinde ab Anfang November nach außen hin auftreten. Die Erarbeitung fand in einer Arbeitsgruppe mit Vertretern der Gemeindeverwaltung und Mitgliedern des Gemeinderates statt. Die Ausarbeitung erfolgte durch die Werbeagentur Logoslab aus Waldshut-Tiengen. Das neue Logo ist ein Bekenntnis zur Gemeinde Jestetten mit den Ortsteilen Jestetten und Altenburg. Das Ja symbolisiert neben den Anfangsbuchstaben der Ortsteile auch die Rheinschleife sowie die Verbindung zum Wasser und es gibt gleichzeitig die Wappenfarben wieder.
Erneut war die Sanierung der Gemeindehalle Altenburg ein Thema. Gerhard Bachmann vom gleichnamigen Planungsbüro stellte eine alternative Planung des Küchenbereichs vor. Dabei wurde der Zugang von der nördlichen Giebelseite an die Ostseite verlegt. Dies hat den Vorteil, dass eine ebene Fläche zum Abstellen der Kühlhänger etc. geschaffen und zudem die Abfahrt länger und somit flacher ausgebildet werden kann. Der geänderten Planung stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde der Auftrag über die Erdarbeiten zu einer geprüften Angebotssumme von 95.445,14 Euro an die Firma Rehm Kies- und Betonwerk GmbH & Co. KG vergeben.
Nach acht Jahren wurden zudem die Bestattungsgebühren zum 1. Januar 2026 an die aktuellen preislichen Gegebenheiten angepasst und aktualisiert.
Im vergangenen Chronikjahr gab es zahlreiche personelle Veränderungen.
In der Gemeindeverwaltung wurde Rita Kromer im Rahmen einer kleinen Abschiedsfeier in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Bis zum 31. Dezember 2024 war sie als Springerin im Hauptamt, im Rechnungsamt sowie im Sekretariat des Bürgermeisters tätig. Karsten Glatt wurde nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung zum 1. Februar 2025 übernommen. Er besetzt nun die Steuer- und Personalsachbearbeiterstelle im Rechnungsamt. Zum 1. April 2025 konnte die Stelle des Bauamtsleiters durch Gordon Kunze neu besetzt werden. Zum 1. September 2025 begann Amelie Vetter ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten.
Im Bauhof schied zum 30. November 2024 Fabian Jörns aus. Die Stelle wurde zum 1. März 2025 mit Christian Reuß neu besetzt. Ebenso wurde zum 1. April 2025 Yannik Wälde als Bauhofmitarbeiter eingestellt.
Auch in den Kindergärten gab es zahlreiche Veränderungen.
Im Kindergarten Wunderfitz wurde Beate Ostermeier nach fast 28 Dienstjahren zum 28. Februar 2025 in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Ihre Stelle konnte durch Swetlana Uschakow zum 25. August 2025 neu besetzt werden. Frau Uschakow war zuvor im Kindergarten Kunterbunt beschäftigt. Lorena Stärk beendete zum 25. August 2025 ihr Anerkennungspraktikum.
Die hieraus entstandene offene Stelle im Kindergarten Kunterbunt konnte zum 1. April 2025 durch Agnieszka Bialas neu besetzt werden. Am 15. Oktober kam Kathrin Laera aus der Elternzeit zurück und Lenya Hoßfeld beendete zum 24. August 2025 ihr Vorpraktikum.
Zum 31. März 2025 schied Christina Martin-Glatt in der Kindertagesstätte Homberg aus. Ihre Stelle wurde zum 1. Juni 2025 mit Melanie Meier neu besetzt. Weiter traten zum 30. April 2025 Kerstin Knappe und zum 31. Juli 2025 Natalja Hofmann aus dem Dienst in der Kita aus. Selina Rostin wurde nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung zum 25. August 2025 als Erzieherin übernommen. Auch in diesem Jahr konnten wir drei neue Auszubildende begrüßen. Zum 25. August 2025 begann Violeta Muravskiy ihr Anerkennungspraktikum und Sonja Heide ihre Ausbildung zur sozialpädagogischen Assistenz. Shaza Albghadadi begann zum 1. September 2025 ihr Vorpraktikum.
Im Waldkindergarten der Heuberg-Räuber wurde Susanne Batzke zum Ende des Kindergartenjahres in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Die Leitungsfunktion übernahm Jeanine Iampietro zum 1. September 2025. Als weitere Fachkraft wurde zum 1. Juli 2025 Nicole Huber eingestellt. Lucas Bauer begann seine Ausbildung als Erzieher am 25. August 2025. Alicia D´Elia scheidet zum 25. August 2025 aus.
Marion Rehm, Schulsekretärin der Schule an der Rheinschleife, wurde zum 31. Juli 2025 in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Ihre Nachfolgerin, Katharina Lauk, konnte bereits zum 1. Mai 2025 eingestellt werden.
Auch gab es im Rahmen der geringfügigen Beschäftigung zahlreiche Stellenwechsel.
Giovanni Sia begann am 21. Oktober 2024 den Vollzugsdienst für den ruhenden Verkehr. Zum 1. November 2024 konnte die freie Stelle des Austrägers für das Mitteilungsblatt im Ortsteil Altenburg von Mika Rohrer neu besetzt werden.
Zum 15. November 2024 schied Katja Oer als Austrägerin des Mitteilungsblattes aus. Ihre Stelle konnte zum 18. November 2024 durch Ines Hiemer neu besetzt werden. Patricia Danner schied zum 15. September 2025 aus. Glücklicherweise konnte auch hier die Stelle zeitnah zum 26. September 2025 durch Stefanie Knaup neu besetzt werden.
Als neue Reinigungskräfte für die gemeindeeigenen Gebäude konnten zum 1. Februar 2025 Fatima Heso für die Schule an der Rheinschleife, Kriztina Szvetlik für die Gemeindehalle sowie zum 15. Juli 2025 Lena Kauffeldt für die Kläranlage und den Friedhof Altenburg eingestellt werden.
Nach langjähriger Tätigkeit als Hausmeister der Mehrzweckhalle in Altenburg schieden zum 30. April 2025 Dunja und Frank Kähler aus. Die Stelle konnte vorübergehend durch Leonid Tkacenko besetzt werden und zum 24. September 2025 wurde Sergej Buchmüller als neuer Hausmeister eingestellt.
Die vakante Stelle in der Schulbücherei konnte zum 26. Mai 2025 mit Antje Papenburg-Frey besetzt werden.
In diesem Jahr duften wir am 1. September 2025 Barbara Hüttner zu ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum als Erzieherin im Kindergarten Kunterbunt und in der Kindertagesstätte Homberg gratulieren. Sie wurde im Rahmen des Betriebsausflugs für ihre langjährige Treue zur Gemeinde geehrt.
Im Jahr 2025 gelang es, alle vakanten Stellen in der Gemeindeverwaltung zu besetzen, sodass wir für das kommende Jahr – erstmals nach über zwei Jahren – wieder voll besetzt sind.
Ich danke Ihnen für Ihr Interesse am Ortsgeschehen und wünsche Ihnen eine spannende Lektüre mit unserer diesjährigen Dorfchronik.
Ihr
Dominic Böhler, Bürgermeister












