25 Jahre Ozan Döner in Jestetten
Ralf Göhrig
Der Zufall wollte es, dass die Familie Torun in Jestetten neue Wurzeln schlagen sollte. Vor 25 Jahren noch wohnten die Toruns in Hechingen. Während eines Tagesausflugs in die Schweiz kamen sie auch nach Jestetten und entdeckten, dass der kleine Imbiss im Salmen, direkt an der Hauptstraße gelegen, zum Verkauf stand. Es gab nicht viel zu überlegen, die Lage und das Dorf sagten der Familie zu und mit einem ehrlichen Handschlag wurde der Kauf besiegelt.
Und so begann die Geschichte des ältesten Kebab-Imbiss-Restaurants in Jestetten. Am 5. April 2000 fand die Eröffnung statt und seit dieser Zeit ist es eine echte Jestetter Institution. Neun Jahre später bezogen die Toruns neben dem Discounter Aldi und dem Fressnapf neue größere Räumlichkeiten mit einem Innenbereich und einer Terrasse. Der Verkauf des Melzer-Areals an Lidl sowie der Abriss der Autowerkstatt und nicht zuletzt des Restaurants selbst sowie die Neugestaltung und der Neubau der neuen Märkte schienen zunächst das Ende für das Kebab-Geschäft zu bedeuten.
Im Februar 2024 musste die Familie Torun ihre Türen schließen. Hatice Torun und ihr Sohn Ozan, der inzwischen die Geschäftsleitung übernommen hatte, überlegten, ob sie überhaupt weitermachen sollten. Aber ihnen wurde angeboten, nach der Umbauphase neue Räumlichkeiten für ihren Imbiss am alten Standort pachten zu können. Diese würden bereits Anfang 2025 fertiggestellt sein.
Die Toruns entschieden sich, das Angebot anzunehmen. Um die Zeit bis zur Neueröffnung zu überbrücken, erfolgte 2024 der Umzug nach Lottstetten in einen mobilen Imbisswagen, der vor dem ehemaligen Markant-Markt stationiert war. Im Sommer 2025 ging es zurück nach Jestetten auf den Lidl-Parkplatz in der Hoffnung, das neue Restaurant bald eröffnen zu können. Doch es gab langwierige Verzögerungen, die dafür sorgten, dass der Dönerverkauf Ende Oktober 2025 noch immer im Imbisswagen erfolgen musste. Immerhin steht mittlerweile der Neubau des Restaurants, die Inneneinrichtung lässt allerdings auf sich warten.
»Wir wollen unsere Kunden mit einem Lächeln und gutem Döner glücklich machen«, sagt Ozan Torun. Ob der Erfolg am Lächeln oder am Döner liegt, ist nicht ganz klar. Sicher ist jedenfalls, dass die Familie Torun einen großen und treuen Kundenstamm bedient und die Gerichte, insbesondere die Curry-Sauce, sehr viele Fans haben. Und bei den zahlreichen Kunden aus der Schweiz wird es als sehr positiv gesehen, dass die Bezahlung mit dem schweizerischen Zahlungssystem »Twint« bargeldlos möglich ist.
Zu den Kunden zählen nicht nur die des umliegenden Einzelhandels, sondern auch sehr viele Handwerker, Handlungsreisende sowie Büro- und Verwaltungsmitarbeiter. Und für ein gutes Gespräch ist Ozan auch immer zu haben.



